HomeWir über unsTheodor Heuss

Theodor Heuss

1884

Theodor Heuss wird am 31. Januar in Brackenheim geboren.


1902

Im Juli legt er sein Abitur am Karlsgymnasium in Heilbronn ab, das heute seinen Namen trägt.


1902 - 1905

Heuss absolviert ein Studium der Nationalökonomie in Berlin und München.


1905

Heuss promoviert zum Dr. rer. pol. bei Prof. Dr. Lujo Brentano in München zum Thema „Weinbau und Weingärtnerstand in Heilbronn am Neckar”.
Er tritt in die Redaktion von Friedrich Naumanns Zeitschrift „Hilfe" in Berlin ein.

Im Lauf seines Lebens schreibt er etwa 2000 Zeitungsartikel, Beiträge zu Buchausgaben, Reden, Briefe und Bücher.


1907

Heuss übernimmt des politische Ressorts der Zeitschrift „Hilfe" in Berlin.


1908

Am 11. April werden Theodor Heuss und Elly Knapp (25. Januar 1881 - 21. Juli 1952) von Albert Schweitzer in Straßburg getraut.


1910

Am 05. August wird Heuss Sohn Ernst Ludwig geboren.
Heuss tritt in die „Fortschrittliche Volkspartei", der er bis 1918 angehört, ein.


1912

Heuss wird Chefredakteur der „Neckarzeitung" in Heilbronn.


1913

Heuss übernimmt die Redaktion der Halbmonatszeitschrift „März" in Heilbronn.


1918

Heuss tritt in die „Deutsche Demokratische Partei“ (DDP) ein.

Zudem wird er Mitglied der Geschäftsführung des „Deutschen Werkbundes" in Berlin und übernimmt die Redaktion der Wochenzeitung „Deutsche Politik", der er bis 1922 angehört.


1919

Heuss wird zum Bezirksverordneter in Schöneberg/Berlin gewählt.

Gleichzeitig ist er als Mitarbeiter der „Vossischen Zeitung" und der „Frankfurter Zeitung" beschäftigt.


1920

Heuss wird Dozent für neuere Geschichte, Verfassungswesen und Parteikunde an der Deutschen Hochschule für Politik in Berlin.


1923

Er übernimmt die Redaktion der Zeitschrift „Die Deutsche Nation", der er bis 1926 angehört.


1924

Heuss wird als Abgeordneter der DDP in den Deutschen Reichstag gewählt.
Er tritt in den Vorstand des Deutschen Werkbundes ein.


1928

Bei der Reichstagswahl verliert er sein Mandat.


1930

Nach der Umbildung der DDP in die „Deutsche Staatspartei“ (DStP) , kehrt Heuss als Abgeordneter DStP in den Deutschen Reichstag zurück.


1932

In seiner Publikation „Hitlers Weg" analysiert und kritisiert Heuss den Nationalsozialismus historisch, politisch und soziologisch. Das Buch wird von den Nationalsozialisten nach 1933 öffentlich verbrannt.


1933

Am 23. März stimmt Heuss widerstrebend dem Ermächtigungsgesetz, das Reichstag und Reichsrat von der Gesetzgebung ausschließt und die nationalsozialistische Alleinherrschaft ermöglicht, zu. Zuvor spricht er sich in der Fraktion gegen die Zustimmung aus und hatte bereits einen Redeentwurf vorbereitet, mit dem er seine Stimmenthaltung begründen will, doch er beugt sich der Fraktionsdisziplin.
Im Mai wird er als Dozent der Hochschule für Politik in Berlin durch die Nationalsozialisten entlassen.
Am
12. Juli wird ihm sein Reichstagsmandat aberkannt.
Er arbeitet erneut als Herausgeber der Zeitschrift „Die Hilfe".


1936

Aufgrund eines Publikationsverbot scheidet Heuss aus der Redaktion der „Hilfe" aus und gibt die Herausgeberschaft ab.


1941

Heuss arbeitet bei der Frankfurter Zeitung“, wo er vor allem historische und kulturpolitische Aufsätze veröffentlicht.


1942

Die Nationalsozialisten verbieten den deutschen Zeitungen, etwas von Heuss abzudrucken. Nicht alle Zeitungen halten sich an das Verbot. Heuss veröffentlicht teilweise unter dem Pseudonym Thomas Brackenheim.


1943

Heuss zieht im Herbst nach Heidelberg um.


1945

Heuss wird Lizenzträger der „Rhein-Neckar-Zeitung" in Heidelberg und „Kultminister" des Landes Württemberg-Baden in Stuttgart und zieht nach Stuttgart.


1946

Am 06. Januar wird die „Demokratischen Volkspartei" (DVP) für Württemberg-Baden in Stuttgart gegründet.
Am 30. Juni
wird Heuss Mitglied der Verfassungsgebenden Versammlung des Landtags.
Am 28./29. September
er wird Vorsitzender der DVP der US-Zone.
Am 10. Dezember wird er Mitglied des Landtags, verzichtet jedoch freiwilliger auf ein Ministeramt.


1947

Gemeinsam mit Wilhelm Külz wird Heuss Vorsitzender der „Demokratischen Partei Deutschlands“.
Am 17. März übernimmt er eine Honorarprofessur für politische Wissenschaft an der Technischen Hochschule in Stuttgart. Die Ernennung folgt Anfang 1948.


1948

Heuss wird am 1. September Abgeordneter des Parlamentarischen Rates in Bonn.
Zudem ist er Vorsitzender der in Heppenheim gegründeten „Freien Demokratischen Partei“ (FDP). Am 12. Dezember folgt der Zusammenschluss der westdeutschen liberalen Parteiverbände.


1949

Heuss wird am 12. Juni als Bundesvorsitzender der FDP durch den Bundesparteitag in Bremen bestätigt.
Am 14. August wird er zum Bundestagsabgeordneten in Bonn gewählt.
Am 12. September folgt die Wahl zum Bundespräsidenten durch die Bundesversammlung in Bonn, in deren Anschluss Heuss auf das Amt des Bundesvorsitzenden der FDP verzichtet und sämtliche weiteren politischen Ämter verzichtet.


1951

Zur Würdigung von Verdiensten um Volk und Staat stiftet Heuss den „Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland", das Bundesverdienstkreuz in mehreren Stufen.


1952

Im Sommer erklärt Heuss im Briefwechsel mit Bundeskanzler Konrad Adenauer das „Deutschlandlied“ zur Nationalhymne. Maßgeblich ist, dass nur die dritte Strophe gesungen werden darf.


1954

Am 17. Juli wird Heuss von der Bundesversammlung ohne Gegenkandidat für weitere fünf Jahre zum Bundespräsidenten gewählt.


1959

In seiner zehnjährigen Amtszeit hat Heuss dem Amt des Bundespräsidenten durch Würde, Persönlichkeit und Geist ein weit über die formalen Rechte hinausgehendes Gewicht gegebenen und dazu beigetragen, Vorurteile in der Weltöffentlichkeit gegen die Deutschen abzubauen. Die Anerkennung für sein Wirken ist so groß, dass überlegt wird, eine Änderung des Grundgesetzes herbeizuführen und damit eine 3. Amtszeit für ihn zu erwirken. Heuss selbst lehnt dies ab, er will keinen Präzedenzfall schaffen. Nach Ablauf seiner Amtszeit am 12. September zieht sich Heuss auf seinen Ruhesitz in Stuttgart zurück.
In Würdigung seiner Lebensleistung wird Heuss im Oktober mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet.


1963

Am 12. Dezember stirbt Theodor Heuss in Stuttgart.
Das Staatsbegräbnis auf dem Stuttgarter Waldfriedhof findet am 17. Dezember statt.

 
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