Was heißt "bilingual"?

Zweisprachiger Unterricht bedeutet, dass ab der 7. Klasse in bestimmten Sachfächern an Stelle der Muttersprache Deutsch die erste Fremdsprache als Unterrichtssprache verwendet wird. Diese Sachfächer sind Erdkunde in den Klassenstufen 7, 8 und 10, Geschichte in 8 sowie Biologie in den Klassenstufen 9 und 10.

Der Unterricht findet dann grundsätzlich in Englisch statt. Nur wenn bei sehr schwierigen Stoffinhalten die Verständigung versagt, wird die Muttersprache erläuternd herangezogen. Da dieselben Inhalte erarbeitet werden müssen, wie sie im Bildungsplan auch für „Normalklassen“ festgelegt sind, und auch das deutsche Fachvokabular mitgelernt werden muss, haben Schüler im Bilingualzug pro bilingualem Sachfach grundsätzlich eine Wochenstunde mehr Unterricht!

Der Grundgedanke des bilingualen Konzepts liegt darin, dass die erste Fremdsprache nicht mehr nur– wie im üblichen Fremdsprachenunterricht - Lerngegenstand ist, sondern selbst zur Kommunikationssprache wird.

Die Bilis, wie wir unsere Bilingualschüler liebevoll nennen, können und müssen also bereits frühzeitig die wichtigste Weltsprache in realitätsnahen Situationen anwenden. Das vertiefte Lernen der ersten Fremdsprache ist dann gewissermaßen ein Nebenprodukt der Vermittlung von geografischem, historischem oder biologischem Fachwissen.