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Ausstellung "Jesus to go"

Ein Religionsprojekt der Klasse 9b/c

„Jesus to go“ – so der Name eines Religionsprojektes, welches das Handeln Jesu genauer in den Blick nahm. Wie jedoch der Titel schon verrät, steckte hinter dem Projekt nicht nur die übliche Gruppenarbeit an Stationen, sondern ein groß angelegtes Unternehmen außerhalb des Klassenzimmers. „Jesus to go“ brachte das Thema Jesus, in der 9. Klasse eines der Hauptthemen, auf den neuesten Stand und machte es somit für uns viel greifbarer. Der Leitgedanke war: Wo würde Jesus auftreten, wenn er in Pforzheim wäre? Was würde er sagen oder für was würde er sich interessieren? Wir entschieden uns für das Amtsgericht (Schuld), für das Umweltamt (Schöpfung), für ein Altenheim (Jesus und die Alten und Kranken), für die Feuerwehr (Barmherziger Samariter), und nicht zuletzt für ein Kaufhaus (Jesus und das Geld).

In den folgenden Stunden planten und organisierten wir unsere Projekte. Kurze Zeit später stand dann auch die Durchführung der Projekte bevor. Wir merkten während der Gespräche, wie unterschiedlich die Personen auf religiöse Fragen reagierten. Manchmal spürten wir Abweisung, aber es gab auch viel Offenheit und Interesse. Besonders im Altenheim stießen unsere Fragen und Diskussionsthemen auf große Resonanz, ebenso beim Umweltamt und bei der Feuerwehr. Im Amtsgericht beschäftigte sich der Richter, Herr Mayer, in beeindruckender Weise mit unseren Fragen. Eine Sternstunde! Lediglich die Kaufhäuser verweigerten uns Einlass. So fand die Aktion auf der Straße statt.

Die Durchführung vor Ort war für uns alle eine bereichernde Erfahrung. Wir nahmen viel mit und teilweise blieb uns der Tag auch als sehr schöne Erinnerung im Kopf. Etwas später bat uns Frau Reifurth, unsere Erlebnisse in einer Ausstellung zusammenzufassen, und somit erreichte unser Projekt nochmal einen zweiten Höhepunkt mit der Eröffnung der Ausstellung. Diese war an den letzten Elternabenden zu sehen, und so ergaben sich erneut einige weitere aufschlussreiche Gespräche. Wir unterhielten uns mit einem Theologen, mit einigen Lehrern aber auch mit interessierten Eltern. An dieser Stelle ernteten wir auch etwas Kritik, weil unser Titel recht mehrdeutig war. Manche Leute empfanden den Namen „Jesus to go“ als unpassend. Es klänge wie ein Kaffeebecher, den man dann nach dem Trinken wegwerfen würde. Mit der Formulierung „to go“ meinten wir aber vielmehr die Allgegenwärtigkeit und Aktualität Jesu in unserem Projekt: Jesus mit uns auf der Straße unterwegs, statt gefangen im Schulbuch.

Alles in allem aber war unser Projekt ein voller Erfolg und rückblickend können wir sagen, dass wir in der Zeit viel mehr zum Thema Jesus sowie für unser Leben gelernt haben als im konventionellen Unterricht. Vielen Dank an Frau Schulte, die uns dabei unterstützt hat und alles überhaupt erst ermöglichte!